Elektrische und digitale Infrastruktur in unseren Schulen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Flemm,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Küster,
sehr geehrte Damen und Herren,
die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Solingen bittet darum, den Punkt „Elektrische und digitale Infrastruktur in unseren Schulen“ auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am 15.09.2026 zu nehmen und unter diesem Tagesordnungspunkt folgende Fragen zu beantworten:
Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung auch in unseren Klassenzimmern und der Ausstattung mit digitalen Endgeräten wie Tablets, Laptops, Whiteboards etc. steigt auch der Strombedarf in unseren Schulen.
- Wie ist der aktuelle Ist-Zustand in puncto der elektrischen Infrastruktur an den Solinger Schulen? Reicht die derzeit vorhandene elektrische Infrastruktur (Anzahl der Steckdosen, Netzkapazität usw.) aus, um einen reibungslosen digitalen Unterricht zu gewährleisten, der den aktuellen Standards entspricht?
- Liegen der Verwaltung Erkenntnisse vor, wo ggf. ein besonderer Handlungsbedarf besteht? Gibt es hierzu beispielsweise entsprechende Meldungen der Schulleitungen, von Lehrerinnen und Lehrern oder von der Elternschaft, dass der Unterrichtsbetrieb aufgrund von Problemen mit der elektrischen Infrastruktur nur eingeschränkt möglich war oder ist?
- Falls es Defizite gibt: Welche finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen müssten geschaffen werden, damit möglichste alle Schulen in der Klingenstadt nach modernen Standards digital unterrichten können?
- Welche Fördermittel gibt es, um unsere Schulen diesbezüglich zu ertüchtigen? Welche Möglichkeiten bietet zum Beispiel der „NRW-Plan für gute Infrastruktur“?
- Wie können in einer städtischen Gesamtstrategie zur besseren elektrischen und digitalen Ausstattung unserer Schulen Prioritäten gesetzt werden? Wie sehen diese aus?
- Wie viele (städtische) Endgeräte stehen derzeit an welchen Schulen zur Verfügung? Welche Schulen können derzeit gut digital arbeiten, welche eher nicht?
Begründung:
Die schulpolitische Debatte dreht sich oft um die großen baulichen Projekte in unserer Stadt. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass sich die Anforderungen der Räume massiv geändert haben – das gilt auch für die Bestandsobjekte, die nicht umgebaut werden sollen.
Wir sind uns bewusst, dass wir mit dieser Anfrage der Verwaltung ein großes „To Do“ mit auf den Weg geben. Insbesondere mit Blick auf den Haushalt könnte sich hier ein weiteres Diskussionsthema auftun. Wir sind jedoch der Meinung, dass wir mit der elektrischen und digitalen Ausstattung unserer Klassenzimmer einen großen „Brocken“ vor uns haben, der uns in den nächsten Jahren weiter beschäftigen wird. Es gibt also keine einfachen Ad-hoc-Lösungen – aber es gibt einen konkreten Handlungsbedarf, der abgearbeitet werden muss.
Eine gute und funktionierende elektrische Infrastruktur und ein gelingender digitaler Unterricht bedingen sich gegenseitig. Unser gemeinsames Ziel sollte sein, dass der Unterricht – in welcher Form auch immer – reibungslos funktioniert.
Die CDU-Fraktion tritt für eine verlässliche, zeitgemäße und altersgerechte digitale Ausstattung aller Schulen mit einer klar definierten Digitalstrategie ein, die an den pädagogischen Notwendigkeiten für jede Altersklasse ausgerichtet ist.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Carsten Voigt
CDU-Fraktionsvorsitzender
gez.
Simone Lammert
Stv. Fraktionsvorsitzende und Sprecherin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung