Tief­bau­ar­bei­ten für den Glas­fa­ser­aus­bau nutzen

Veröffentlicht am 5. September 2023

Solin­gens Infra­struk­tur hat gro­ßen Nach­hol­be­darf, doch ange­sichts knap­per Kas­sen braucht es krea­ti­ve Lösun­gen. Dies gilt auch für den Glas­fa­ser­aus­bau. Dazu sol­len nach Ansicht der CDU-Frak­ti­on Tief­bau­ar­bei­ten genutzt wer­den. Ein ent­spre­chen­der Antrag der CDU wur­de am 4. Sep­tem­ber vom Aus­schuss für Städ­te­bau, Stadt­ent­wick­lung und Digi­ta­le Infra­struk­tur ein­stim­mig beschlos­sen. „Die Bot­schaft unse­res Antrags ist sim­pel: Dort, wo Tief­bau­ar­bei­ten statt­fin­den, soll die Glas­fa­ser­in­fra­struk­tur bei der Pla­nung beach­tet wer­den“, erklärt Lukas Schrumpf, pla­nungs­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU, den Antrag. „Das heißt, wenn Tief­bau­ar­bei­ten in Solin­gen statt­fin­den, soll Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men eine Mit­ver­le­gung von Glas­fa­ser­an­schlüs­sen ange­bo­ten wer­den. Erst wenn die­se dar­auf ver­zich­ten, soll SOLI­COM selbst aktiv wer­den.“ Die CDU erhofft sich dadurch, dass der Glas­fa­ser­aus­bau beschleu­nigt wird, zusätz­li­che Tief­bau­ar­bei­ten ver­mie­den wer­den und am Ende auch ein finan­zi­el­ler Gewinn für die Stadt gelingt.

Solin­gen hat Nach­hol­be­darf beim Glasfaserausbau

In Solin­gen liegt der Anteil der Glas­fa­ser­haus­an­schlüs­sen bei ledig­lich 5,9 Pro­zent. „Auch wenn die Tele­kom den Stadt­be­zirk Mit­te bis Ende 2025 aus­ge­baut haben möch­te und die Fir­ma Epcan der­zeit die unter­ver­sorg­ten, soge­nann­ten ‚wei­ßen Fle­cken‘ aus­baut, ver­liert der Lebens- und Wirt­schafts­stand­ort Solin­gen an Wett­be­werbs­fä­hig­keit“, so Cars­ten Becker, Vor­sit­zen­der des städ­ti­schen Pla­nungs­aus­schus­ses. Becker gibt zu, dass auch die CDU auf loka­ler und Bun­des­ebe­ne dazu bei­getra­gen hat, dass Deutsch­land bei der digi­ta­len Infra­struk­tur im glo­ba­len Ver­gleich abge­hängt wur­de. „Wir haben die Ent­wick­lung um Jahr­zehn­te ver­schla­fen. Das müs­sen wir heu­te nach­ho­len. Als Stadt soll­ten wir daher prag­ma­ti­sche Lösun­gen fin­den, um den Aus­bau zu unter­stüt­zen“, so Cars­ten Becker wei­ter. Die Nut­zung von Tief­bau­ar­bei­ten, die bei­spiels­wei­se von den Stadt­wer­ken durch­ge­führt wer­den, hält er für einen sinn­vol­len Ansatz, um Kos­ten zu spa­ren. Sofern sich kein Unter­neh­men für den Aus­bau fin­det, sol­le SOLI­COM für die Stadt aktiv wer­den. Die­se Glas­fa­ser­lei­tun­gen kön­nen dann ver­mark­tet werden.

Glas­fa­ser­aus­bau ist wirt­schaft­lich attraktiv

Der Antrag der CDU geht dabei auf die Bau­ar­bei­ten in der Düs­sel­dor­fer Stra­ße zurück. „Für unse­re Frak­ti­on ist es wirt­schaft­lich und öko­lo­gisch völ­lig unsin­nig, dass wir heu­te Stra­ßen für Tief­bau­ar­bei­ten auf­rei­ßen, um dann in weni­gen Jah­ren Glas­fa­ser hin­ter­her zu legen“, begrün­det Lukas Schrumpf die Ent­ste­hung des Antra­ges. Der Hemm­schuh beim Glas­fa­ser­aus­bau liegt sei­ner Aus­kunft nach nicht bei der Wirt­schaft­lich­keit des Aus­baus, son­dern viel­mehr bei den Pla­nungs­ka­pa­zi­tä­ten der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men. „Durch die Syn­er­gien mit Tief­bau­ar­bei­ten kann gera­de bei den Ver­le­gungs­kos­ten gespart wer­den, die einen Groß­teil der Inves­ti­ti­ons­kos­ten ver­ur­sa­chen. Das macht den Aus­bau im Zwei­fel auch für die Stadt wirt­schaft­lich attrak­tiv. Die Gewin­ne aus die­sen Inves­ti­tio­nen kann unser Haus­halt gut gebrau­chen“, so Lukas Schrumpf abschließend.

Hier gibt es die Medi­en­mit­tei­lung im Ori­gi­nal: Tief­bau­ar­bei­ten für den Glas­fa­ser­aus­bau nutzen

Hier fin­den Sie unse­ren Antrag: Rats­por­tal

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