Solingen braucht eine aktive Wirtschafts- und Standortpolitik. Dazu braucht es gemeinsame Initiativen aus der Mitte des Rates. Die interfraktionellen Anträge, die zur letzten Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Wirtschaft und Verwaltungsmodernisierung (AAWV) von CDU, SPD, Grünen und SGZ vorgelegt wurden, sind ein gutes Beispiel dafür. Persönliche Angriffe auf den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses gefährden diesen konstruktiven Geist der Zusammenarbeit, sagt Stephan Aldejohann, Sprecher der CDU-Fraktion im AAWV:
„Unsere kommunale Wirtschaftspolitik hat das Ziel, bestehende Unternehmen am Standort zu halten, Erweiterungen zu ermöglichen, neue Betriebe zu gewinnen und Gründungen besser zu unterstützen. Ein erster wichtiger Schritt ist bereits gelungen. Auf gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, BfS und FDP hat der Rat beschlossen, die Flächen Schrodtberg und Fürkeltrath II zu entwickeln und für Piepersberg-West die Eignung für eine gewerbliche Nutzung zu prüfen. Die Entwicklung dieser Flächen soll sich an klaren Anforderungen orientieren: Schaffung möglichst vieler Arbeitsplätze, moderne und möglichst nachhaltige Gewerbegebiete, Photovoltaik auf Gebäuden, standortnahe Versorgung durch Gastronomie sowie eine gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV. So geht zukunftsorientierte kommunale Wirtschaftspolitik. Die Grünen haben sich diesem Antrag leider nicht angeschlossen.“
„Zur letzten Sitzung des AAWV haben wir gemeinsam mit den Grünen sowie SPD und SGZ weitere Anträge auf den Weg gebracht. Die Zusammenarbeit war gut und lösungsorientiert. Es ist aber mehr als nur eine Stilfrage, wenn die Grünen dann diese gemeinsamen Anträge in einer eigenen Pressemitteilung mehr oder weniger als ihren persönlichen Erfolg verbuchen möchten und den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses persönlich attackieren. So etwas macht man nicht. Das ist unnötig und dient nur der vermeintlichen persönlichen Profilierung. Die Grünen sollten sich daher möglichst schnell auf die eigentliche Sachpolitik im Ausschuss konzentrieren und persönlich motivierte Angriffe unterlassen. Das dient der gemeinsamen Arbeit im Ausschuss und dem Wirtschaftsstandort Solingen mehr“, so Aldejohann.