Rafa­el Sar­lak: „Solin­gen bei der Extre­mis­mus­prä­ven­ti­on stär­ken“ – Pro­gram­me gegen Extre­mis­mus soll­ten auf ihre Ziel­er­rei­chung über­prüft werden

Der Tages­ord­nungs­punkt 23 der Rats­sit­zung vom 05. März befasst sich mit der Teil­nah­me der Stadt Solin­gen am Bun­des­pro­gramm „Demo­kra­tie leben!“ für das Jahr 2026. Hier­zu mel­det CDU-Rats­mit­glied Rafa­el Sar­lakfür sei­ne Frak­ti­on Infor­ma­ti­ons­be­darf an:

„Die CDU-Frak­ti­on hält Extre­mis­mus­prä­ven­ti­on für eine sehr wich­ti­ge Auf­ga­be. Ver­wal­tung und Poli­tik in Solin­gen haben eben­falls die Pflicht, alles in ihrer Macht Ste­hen­de zu unter­neh­men, damit Rechts­extre­mis­mus, Links­extre­mis­mus und auch reli­giö­ser Extre­mis­mus wehr­haft bekämpft wer­den. Nicht erst seit den schreck­li­chen Greu­el­ta­ten der Hamas gegen­über Jüdin­nen und Juden am 07. Okto­ber 2023 wis­sen wir über­dies, dass unser Land ein mani­fes­tes Pro­blem mit Anti­se­mi­tis­mus hat. Auf­grund unse­rer Geschich­te haben wir eine beson­de­re Ver­pflich­tung, Anti­se­mi­tis­mus in jeder Form ent­schie­den ent­ge­gen­zu­tre­ten. Ver­gan­ge­nes Jahr hat sich zudem die Zahl der erfass­ten Straf­ta­ten von Links­extre­men in Nord­rhein-West­fa­len mehr als ver­dop­pelt. Auch die Zahl der Gewalt­de­lik­te, die Links­extre­men zur Last gelegt wer­den, stieg nach Anga­ben des Lan­des-Innen­mi­nis­te­ri­ums stark an. Wir haben also Hand­lungs­be­darf und müs­sen genau hinschauen.“

„Genau hin­se­hen bedeu­tet aber auch, dass wir Vor­la­gen der Ver­wal­tung nicht ein­fach ‚durch­win­ken‘. Dies betrifft unter ande­rem auch die Vor­la­ge 560/2026. Wir bit­ten daher die Ver­wal­tung, uns die Pro­jek­te näher vor­zu­stel­len, die unter das Bun­des­pro­gramm ‚Demo­kra­tie leben!‘ fal­len. Die Stadt­ver­wal­tung nimmt bereits seit 2015 an die­sem Pro­gramm teil. Auch für das Jahr 2026 hat Solin­gen wie­der För­der­gel­der bean­tragt. Die För­der­sum­me beträgt 140.000 Euro, der Eigen­an­teil der Stadt liegt bei 15.556 Euro. Ange­sichts die­ser Sum­men hal­ten wir es für rich­tig, wenn Poli­tik genau­er hin­schaut. Denn das ist unse­re Auf­ga­be. Wel­che Pro­jek­te wur­den geför­dert und sol­len geför­dert wer­den? Haben die Maß­nah­men in der Ver­gan­gen­heit die selbst gesteck­ten Zie­le erreicht, und wie kön­nen wir gemein­sam errei­chen, dass das Geld dort ziel­ge­rich­tet ein­ge­setzt wird, wo es nötig ist? Wo lie­gen aktu­ell die beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen in unse­rer Stadt? Von wel­cher Form des Extre­mis­mus geht bei uns zur­zeit die größ­te Gefahr aus? Das sind alles legi­ti­me Fra­gen, auf die wir in der Rats­sit­zung gern eine Ant­wort hät­ten“, so Sarlak.

„Um es ganz deut­lich zu for­mu­lie­ren: Wir stel­len kein Pro­jekt und kei­ne Initia­ti­ve unter einen Gene­ral­ver­dacht. Im Gegenteil:

Wir wol­len maxi­ma­le Trans­pa­renz schaffen

. Das stärkt das Ver­trau­en der Men­schen dar­in, dass die Gel­der – die ja der Steu­er­zah­ler zur Ver­fü­gung stellt – effek­tiv und sach­ge­recht ein­ge­setzt wer­den. Wir wol­len Solin­gen stark machen und allen eine Hei­mat bie­ten, die hier fried­lich leben, arbei­ten und sich enga­gie­ren wol­len. Links- und Rechts­extre­mis­mus sowie reli­giö­ser Extre­mis­mus machen unse­re Stadt schwä­cher und sol­len sie spal­ten. Dem wol­len wir mit Maß­nah­men und Pro­jek­ten ent­ge­gen­tre­ten, die ihre Zie­le errei­chen und trans­pa­rent vor­ge­stellt wer­den“, so der CDU-Politiker.

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Ansgar Lange

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