Der Verkehrsversuch im „Walder Schlauch“ ist von der Stadtverwaltung nach massiver Kritik der lokalen Händlerschaft und logistischen Problemen im Geschäftsbetrieb mit sofortiger Wirkung gestoppt worden. Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Wald begrüßt dieses entschlossene Handeln von Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) und dem Beigeordneten Jan Welzel (CDU). Diese hatten entschieden, den Verkehrsversuch aus Ressort 5 (Planung, Bauen, Verkehr, Umwelt) an sich zu ziehen.
„Die Verwaltung hat sich in dieser Frage als lernfähig und entscheidungsfreudig gezeigt. Wir bedanken uns daher ausdrücklich bei unserem Oberbürgermeister für das entschlossene Eingreifen. Dies zeigt, dass unsere Stadtspitze die Sorgen der Gewerbetreibenden in Wald ernst nimmt und Fehler schnell korrigiert. Lokale Betriebe, die auf flexible Anlieferungen angewiesen sind, hatten beklagt, dass sie im Vorfeld zugesagte Ausnahmegenehmigungen nicht erhalten hätten. Zudem war es bei der Maßnahme zu handwerklichen Fehlern bei der Verkehrsplanung gekommen: Die aufgestellte Beschilderung für den Radverkehr widersprach den rechtlichen Vorgaben für die dort verlaufende Veloroute 1. Dies alles ist sehr bedauerlich und muss aufgearbeitet werden. Doch jetzt gilt es vor allem, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen“, sagt Martin Hartmann, Fraktionsvorsitzender der CDU in der BV Wald.
„Zu einer funktionierenden Fehlerkultur gehört, dass die Stadt jetzt all die Punkte fachlich und verkehrsrechtlich prüft, die zu dem großen Unmut in den vergangenen Tagen geführt haben. Dies hat die Verwaltung zugesagt. Erst danach kann entschieden werden, ob und in welcher Form der Verkehrsversuch fortgeführt wird. Auch sollten Alternativen in Betracht gezogen und sorgfältig geprüft werden. Die Bezirksvertretung Wald wird ihren Teil dazu beitragen. Daher werden wir das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung der BV Wald am 14. September setzen. Bis dahin werden wir auch das Gespräch mit der Verwaltung und den Ladenbesitzern vor Ort suchen, um deren Sichtweisen und Expertise in die nächste BV-Sitzung einbringen zu können. Künftige Anpassungen der Verkehrsführung im Walder Rundling müssen eine funktionierende Logistik für den lokalen Handel garantieren und dürfen die Existenz Walds als lebendiger Einkaufsstadtteil mit seiner einzigartigen Geschäftsstruktur nicht gefährden“, so Hartmann.