Nicht mit Kano­nen auf Spat­zen schie­ßen – Nina Wacker: „Ein­satz einer Poli­zei­hun­dert­schaft am Wip­per­kot­ten wäre unverhältnismäßig“

Die Solin­ger Sozi­al­de­mo­kra­ten haben für den Aus­schuss für Sicher­heit, Bevöl­ke­rungs­schutz und Auf­ent­halts­qua­li­tät (ASBA) sowie den Haupt- und Per­so­nal­aus­schuss einen Antrag zum „Schutz des Wup­per­wehrs am Wip­per­kot­ten“ gestellt. Die CDU-Frak­ti­on wird den Antrag in die­ser Form ablehnen:

„Genau­so wie die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen von der SPD-Frak­ti­on sind wir der Ansicht, dass das his­to­ri­sche Wup­per­wehr und die umlie­gen­de Natur geschützt wer­den müs­sen. Es bringt uns aber nicht wei­ter, wenn wir sozu­sa­gen mit Kano­nen auf Spat­zen schie­ßen. Gute Ord­nungs­po­li­tik zeich­net sich auch durch Ver­hält­nis­mä­ßig­keit und Augen­maß aus. Der Antrag der SPD-Frak­ti­on lässt die­se bei­den Aspek­te – zumin­dest in der jet­zi­gen Form – lei­der ver­mis­sen. Daher wer­den wir den Antrag in die­ser Form ableh­nen“, so Nina Wacker, Spre­che­rin der CDU-Frak­ti­on im ASBA.

Nina Wacker begrüßt, dass die Städ­te Leich­lin­gen und Solin­gen gemein­sam mit dem Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis mit ver­stärk­ten Kon­trol­len gegen Beschä­di­gun­gen am Wehr des Wip­per­kot­tens vor­ge­hen, wie die „Rhei­ni­sche Post“ berich­tet. „Das Gebiet kann aber nicht rund um die Uhr kon­trol­liert wer­den. Ich begrü­ße auch den Ansatz der Stadt­ver­wal­tung Solin­gen, noch mehr auf die Men­schen zuzu­ge­hen und ihnen zu erklä­ren, war­um der Schutz der Natur und des Wup­per­wehrs hier so wich­tig sind. Eine Kon­trol­le und ein mög­li­ches Ein­schrei­ten durch eine Poli­zei­hun­dert­schaft, die übli­cher­wei­se bei poli­zei­li­chen Groß­la­gen wie Fuß­ball­spie­len, Demons­tra­tio­nen oder ande­ren Groß­ver­an­stal­tun­gen ange­for­dert wird, ist aber abso­lut unrea­lis­tisch. Hier schießt die SPD über das Ziel hin­aus. Das dient der Sache nicht“, sagt Wacker.

Die CDU-Frak­ti­on setzt dar­auf, dass auch die Ver­wal­tung im ASBA Stel­lung zu dem Antrag der SPD-Frak­ti­on bezie­hen wird. Am Ende – so die Hoff­nung von Wacker – kön­ne man bes­ten­falls einen rea­lis­ti­schen Antrag ver­ab­schie­den, der die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit wahrt.

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Ansgar Lange

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