CDU-Frak­ti­on for­mu­liert Erwar­tun­gen an die Wirtschaftsförderung

Veröffentlicht am 17. Juli 2023

 „Wir sind froh, dass nahe­zu alle Akteu­re in Solin­gen eine Reform der Wirt­schafts­för­de­rung unter­stüt­zen“, stellt Horst Gabri­el, CDU-Rats­mit­glied und Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes der Wirt­schafts­för­de­rung zunächst fest. Die CDU-Frak­ti­on lie­fert nun einen Vor­schlag, wie sich die Wirt­schafts­för­de­rung zukünf­tig auf­stel­len soll. „Für die­sen Pro­zess der Neu­aus­rich­tung und stär­ke­ren Fokus­sie­rung möch­ten wir uns zwei­ein­halb Jah­re Zeit neh­men“, so Gabri­el wei­ter. Das Ziel ist bereits hin­läng­lich for­mu­liert wor­den: Die Wirt­schafts­för­de­rung soll einen ganz­heit­li­chen Unter­neh­mens­ser­vice für Solin­gen anbie­ten. Dazu hat die CDU-Frak­ti­on bereits sehr kon­kre­te Vor­stel­lun­gen. Dani­el Flemm, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der CDU, nennt dafür zwei zen­tra­le Berei­che: „Zum einen haben wir die Wirt­schafts­för­de­rung als Bin­de­glied zwi­schen Unter­neh­men und der Stadt­ver­wal­tung, zum ande­ren die Wirt­schafts­för­de­rung als Platt­form für die künf­ti­ge wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung.“ 

Die Wirt­schafts­för­de­rung soll Lot­sin für alle Unter­neh­men werden 

Sowohl für in Solin­gen eta­blier­te Unter­neh­men, aber auch für aus­wär­ti­ge Inter­es­sen­ten sowie Start-Ups braucht es ein Bin­de­glied zur Stadt­ver­wal­tung. Dabei kann es die Fra­ge nach dem bes­ten Stand­ort für die Bedürf­nis­se eines Unter­neh­mens sein, wie auch spä­ter für kon­kre­te Pla­nungs- und Bau­vor­ha­ben oder sons­ti­ge Anlie­gen. „Ent­schei­dend ist, dass Unter­neh­men genau einen Ansprech­part­ner haben, für all die­se Anlie­gen. Und die­ser Part­ner soll idea­ler­wei­se genau eine Per­son in der Wirt­schafts­för­de­rung sein. Die soll bei allen Anlie­gen, die mit der Ver­wal­tung zusam­men­hän­gen, inten­siv unter­stüt­zen“, stellt Flemm den Ansatz vor. Die Unter­neh­men sol­len von der Wirt­schafts­för­de­rung dabei von büro­kra­ti­schen Auf­ga­ben ent­las­tet wer­den. „Wir müs­sen ver­hin­dern, dass Unter­neh­men in benach­bar­te Kom­mu­nen abwan­dern, weil sie ihre Anlie­gen dort schnel­ler bear­bei­tet bekom­men“, unter­streicht Gabri­el die Not­wen­dig­keit einer bes­se­ren Unter­stüt­zung. 

Impul­se für die Solin­ger Wirtschaft 

Dar­über hin­aus soll die Wirt­schafts­för­de­rung noch stär­ker die gesamt­wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in den Fokus neh­men. Der CDU ist dabei wich­tig, dass man nicht ver­sucht, Trends hin­ter­her­zu­ren­nen. „Wir brau­chen in Solin­gen einen gesun­den Mix aus Gewer­be und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men unter­schied­li­cher Bran­chen. Wer ein­sei­tig ver­sucht ein neu­es «Sili­con Val­ley» zu eta­blie­ren, gefähr­det letzt­lich den Wirt­schafts­stand­ort“, beschreibt Gabri­el die Aus­gangs­la­ge. Statt­des­sen soll sich die Wirt­schafts­för­de­rung zu einer Art Think Tank für Solin­gen ent­wi­ckeln, in dem die Grund­la­ge für einen diver­si­fi­zier­ten Bran­chen­mix gelegt wird. „Wir sind stolz dar­auf, Klin­gen­stadt zu sein. In Zukunft müs­sen wir unse­re eta­blier­ten Stär­ken in ver­schie­de­ne Wirt­schafts­be­rei­che ein­brin­gen. Dazu soll die Wirt­schafts­för­de­rung mit tief­ge­hen­den Ana­ly­sen und der Ver­net­zung von Akteu­ren aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft Impul­se für die Poli­tik geben, um für bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen für Wachs­tum zu sor­gen“, zeigt Flemm auf. Das Netz­werk, das die Wirt­schafts­för­de­rung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­baut hat, gilt es fort­an auch für eine akti­ve Wirt­schafts­ent­wick­lung zu nut­zen. 

Kla­re Auf­ga­ben­zu­tei­lung erforderlich 

Im Bereich der Wirt­schafts­ent­wick­lung bewe­gen sich neben der Wirt­schafts­för­de­rung auch die Stadt­ent­wick­lungs­ge­sell­schaft (SEG), genau­so wie Cowor­kit und das Grün­der- und Tech­no­lo­gie­zen­trum als Toch­ter­ge­sell­schaf­ten der Wirt­schafts­för­de­rung. Hier mah­nen Gabri­el und Flemm kla­re Auf­ga­ben­zu­tei­lun­gen an. „Die Ent­wick­lung von Flä­chen gehört voll­stän­dig in die SEG, die Wirt­schafts­för­de­rung soll­te bes­ten­falls nur noch als Mak­le­rin in Stand­ort­fra­gen auf­tre­ten. Die Wirt­schafts­för­de­rung soll sich vor allem um die «wei­chen» Ent­wick­lungs­fak­to­ren in Solin­gen küm­mern“, so Flemm. Ins­ge­samt gel­te es durch eine kla­re­re Auf­ga­ben­zu­tei­lung auch Red­un­dan­zen abzu­bau­en. „Am Ende ist auch ent­schei­dend, dass wir die Köp­fe auch an den rich­ti­gen Stel­len ein­set­zen. Das Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­ter kann sich nur ent­fal­ten, wenn sie auch in den rich­ti­gen Struk­tu­ren arbei­ten“, sagt Gabri­el mit Blick auf das gesamt­städ­ti­sche Kon­strukt. Abschlie­ßend beto­nen bei­de die Ver­ant­wor­tung der Poli­tik, ver­bes­ser­te Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, die Wis­sen, Kapi­tal und Arbeits­plät­ze in die Klin­gen­stadt lot­sen. „Denn auch da haben wir noch eini­ges zu erle­di­gen“, so Flemm, „die Wirt­schafts­för­de­rung ist dabei jedoch ein zen­tra­les Puz­zle­teil.“ 

Hier gibt es die Medi­en­mit­tei­lung im Ori­gi­nal: CDU-Frak­ti­on for­mu­liert Erwar­tun­gen an die Wirtschaftsförderung

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