Bezirks­bür­ger­meis­ter Marc West­käm­per (CDU) warnt: ÖPNV-Aus­bau in Ohligs darf nicht ein­sei­tig zu Las­ten von Anwoh­nern und Geschäfts­welt aus­fal­len – Weg­fall von Park­plät­zen allein ist noch kei­ne gute Politik

Marc West­käm­per, Bezirks­bür­ger­meis­ter von Ohligs/​Aufderhöhe/​Merscheid (OAM), hält die bis­he­ri­gen Vor­stel­lun­gen der Ver­wal­tung zum City­ring und zur Velo­rou­te in Ohligs in die­ser Form für nicht zustim­mungs­fä­hig. Nach vor­sich­ti­gen Schät­zun­gen könn­ten durch aktu­el­le Pla­nun­gen rund 170 Park­plät­ze in OAM ersatz­los ent­fal­len:

„In der Sit­zung der BV OAM am Mon­tag konn­ten wir den Tages­ord­nungs­punkt ‚Neu­struk­tu­rie­rung der Erschlie­ßung im Stadt­zen­trum Ohligs (Ohlig­s­er City­ring)‘ zum Glück schie­ben. In der jet­zi­gen Form sind die Plä­ne jeden­falls für die CDU-Frak­ti­on in der BV OAM und auch für mich nicht zustim­mungs­fä­hig. Letzt­lich haben wir es hier mit um ein Relikt aus rot-grü­nen Zei­ten in Solin­gen zu tun. Ich den­ke, dass der Nah­ver­kehrs­plan an eini­gen Stel­len kor­rek­tur­be­dürf­tig ist. Soll­ten die jet­zi­gen Plä­ne so umge­setzt wer­den, so wäre dies ein Anschlag auf die legi­ti­men Inter­es­sen der Geschäfts­welt und der Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner in der Ohlig­s­er City. Der Weg­fall von Park­plät­zen allein ist noch kei­ne gute Poli­tik. Die CDU wird dabei nicht mit­ma­chen“, so Westkämper.

„Mei­ner Mei­nung nach hat der Bei­geord­ne­te Bud­de in sei­nem ‚Inter­view der Woche‘ vom Mon­tag die­sen Tat­be­stand total ver­harm­lost und ver­nied­licht. Viel­leicht soll­te er das Gespräch mit den Betrof­fe­nen füh­ren. Sei­ne Aus­sa­ge, es kom­me nicht dar­auf an, wie vie­le Park­plät­ze es gibt, son­dern wie effek­tiv sie genutzt wer­den, ist im bes­ten Fall wirk­lich­keits­fremd. Ich nen­ne daher ein­fach Zah­len. Nach kon­ser­va­ti­ven Schät­zun­gen könn­ten beim City­ring rund 70 und bei der Velo­rou­te noch mal 100 Park­plät­ze weg­fal­len. Dies wür­de der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung in Ohligs – bei sowie­so schon schwie­ri­gen öko­no­mi­schen Rah­men­be­din­gun­gen – mas­siv scha­den. Noch haben wir eine Ein­kaufs­stra­ße in Ohligs, auf die wir stolz sein kön­nen und um die uns man­che ande­re Stadt­tei­le in Solin­gen viel­leicht auch benei­den. Die­ses Pfund soll­ten wir nicht durch eine ideo­lo­gie­ge­trie­be­ne Ver­kehrs­po­li­tik gefähr­den“, betont der CDU-Politiker.

„Nach der Kom­mu­nal­wahl haben sich eini­ge Rah­men­be­din­gun­gen ver­än­dert. Wir fin­den es bei­spiels­wei­se sehr posi­tiv, dass sich die Sozi­al­de­mo­kra­ten bei der Gewer­be­flä­chen­po­li­tik ehr­lich gemacht haben und neue, wirt­schafts­freund­li­che­re Akzen­te set­zen. Als Bezirks­bür­ger­meis­ter ver­tre­te ich die Inter­es­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in mei­nem Stadt­teil. Dazu gehö­ren Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die das Auto nut­zen, Men­schen, die zu Fuß, mit dem Rat oder dem Auto unter­wegs sind und Geschäfts­leu­te, die auf eine gute Erreich­bar­keit ihrer Geschäf­te ange­wie­sen sind. Daher möch­te ich inten­siv dar­um wer­ben, dass wir in Sachen City­ring zu einem ver­nünf­ti­gen Kom­pro­miss fin­den. Auch wenn die Ver­wal­tung betont, dass nur eine Ent­schei­dung im Febru­ar garan­tie­ren kön­ne, dass das Kon­zept zum Fahr­plan­wech­sel am 14. Juni grei­fen kön­ne, sage ich: Hier geht Sau­ber­keit vor Schnel­lig­keit. Am Ende brau­chen wir nicht nur schnel­le Lösun­gen, son­dern vor allem auch kon­sens­fä­hi­ge Lösun­gen, die das Kli­ma zwi­schen den unter­schied­li­chen Ver­kehrs­teil­neh­mern nicht ver­gif­ten“, sagt Westkämper.

 

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Ansgar Lange

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