Cars­ten Voigt: „Inves­ti­tio­nen in die Zukunft sichern, Prio­ri­sie­rung statt Wunschkonzert”

CDU-Frak­ti­ons­chef Cars­ten Voigt zum Haus­halts­plan­ent­wurf 2027: „Inves­ti­tio­nen in die Zukunft sichern, Prio­ri­sie­rung statt Wunschkonzert“

Zur Auf­stel­lung des städ­ti­schen Haus­halts­plan­ent­wurfs für das Jahr 2027 sagt der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Cars­ten Voigt:

„Am Anfang steht ein ‚Dan­ke‘. Ein Dan­ke an Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Flemm (CDU), der schon eini­ge ver­wal­tungs­in­ter­ne Struk­tur­re­for­men ange­gan­gen ist und die Wei­chen für eine bes­se­re Zukunft unse­rer Hei­mat­stadt Schritt für Schritt stellt. Dies benö­tigt Zeit, viel Ener­gie und vor allem auch Geduld. Erfol­ge fal­len nicht vom Him­mel. Und jah­re­lan­ge Ver­säum­nis­se – ob auf kom­mu­na­ler oder ande­rer Ebe­ne – las­sen sich nur schwer kor­ri­gie­ren. Der Dank der CDU-Frak­ti­on gilt selbst­ver­ständ­lich auch allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der Ver­wal­tung, die an dem Haus­halts­plan­ent­wurf mit­ge­ar­bei­tet haben. Mit der Auf­stel­lung des Haus­halts­plan­ent­wurfs 2027 haben sie Schwerst­ar­beit geleis­tet – wohl wis­send, dass nie­mand am Ende in Jubel­stür­me aus­bre­chen wird.“

„Zum Jubeln und Schön­re­den besteht weiß Gott kein Anlass, aber defi­ni­tiv auch nicht zur Selbst­auf­ga­be und zu Unter­gangs­ge­sän­gen. Wir müs­sen uns mit den Rah­men­be­din­gun­gen, die wir vor­fin­den, abfin­den und das Bes­te dar­aus machen. Fan­gen wir mit dem Posi­ti­ven an. Mit dem, was wir vor Ort aktiv beein­flus­sen kön­nen. Der Ober­bür­ger­meis­ter setzt die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten. Dies zei­gen die Inves­ti­tio­nen in unse­re Solin­ger Schul­land­schaft. Nie­mand wird sich über eine Grund­steu­er­erhö­hung freu­en. Doch sie ist unaus­weich­lich. Der Ober­bür­ger­meis­ter setzt auf eine maß­vol­le Anpas­sung von jeweils fünf Pro­zent in den kom­men­den drei Jah­ren. Durch die abge­mil­der­te Grund­steu­er­erhö­hung gegen­über frü­he­ren Haus­halts­ent­wür­fen kön­nen die Bür­ger bes­ser pla­nen. Sie wer­den nicht über­for­dert. Auch bei der Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung und der Digi­ta­li­sie­rung geht die Klin­gen­stadt neue Wege. Die Inves­ti­tio­nen in die Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung sind gut ange­leg­tes Geld“, so Voigt.

„Hohe Sozi­al- und Trans­fer­aus­ga­ben sowie Per­so­nal­kos­ten belas­ten den städ­ti­schen Haus­halt erheb­lich. Hier kön­nen wir kaum an Stell­schrau­ben dre­hen. Man kann es ja fast nicht mehr hören. Aber immer noch kom­men Land und Bund den Ver­pflich­tun­gen gegen­über den Städ­ten und Gemein­den nicht aus­rei­chend nach. Das hat übri­gens nichts mit der jewei­li­gen Par­tei­far­be zu tun. Gegen­sei­ti­ge par­tei­po­li­ti­sche Schuld­zu­wei­sun­gen sind hier fehl am Platz“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende.

„Gro­ße Sor­gen berei­tet uns auch die Ent­wick­lung der Land­schafts­um­la­ge. Um es klar zu sagen: Rund 13 Mil­lio­nen Euro mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr sind für die Stadt Solin­gen nicht trag­bar! Wir unter­stüt­zen daher den Appell der rhei­ni­schen Ober­bür­ger­meis­ter und Käm­me­rer zum Haus­halts­plan 2027 des Land­schafts­ver­bands Rhein­land. Wir erwar­ten, dass der Hebe­satz der Land­schafts­um­la­ge 2027 deut­lich unter die bis­lang dis­ku­tier­ten Wer­te abge­senkt wird“, so Voigt.

„Was brau­chen wir für die Zukunft? Unse­re Stadt braucht eine grund­le­gen­de Auf­ga­ben­kri­tik, eine stren­ge Prio­ri­sie­rung von Inves­ti­tio­nen und eine mit­tel­fris­ti­ge Kon­so­li­die­rungs­stra­te­gie. Und wir müs­sen Wirt­schaft und Unter­neh­men vor Ort so stär­ken wie es nur irgend­wie geht. Dazu brau­chen wir eine Ent­fes­se­lungs­stra­te­gie, weni­ger Büro­kra­tie und Vor­ga­ben, mehr Wert­schät­zung und weni­ger Miss­trau­en gegen­über unter­neh­me­ri­schem Han­deln. Ein­spa­run­gen bei klei­ne­ren frei­wil­li­gen Leis­tun­gen allein kön­nen die­se Haus­halts­lü­cke nicht schlie­ßen. Wie wir dies hin­be­kom­men, ist eine gesamt­städ­ti­sche Auf­ga­be – von Ver­wal­tung und Poli­tik. Sie ist des Schwei­ßes der Edlen wert. Wenn wir dar­an schei­tern, dann schei­tern nicht der Käm­me­rer oder der Ober­bür­ger­meis­ter allein. Dann schei­tern wir alle“, so Voigt.

„Am Ende noch ein Wort zur Poli­tik im Bund. Was dort nun schon seit Mona­ten auf­ge­führt wird, ist ein Trau­er­spiel. Die­ses wun­der­vol­le Land wird unter Wert regiert – und die­se Kri­tik betrifft eben nicht nur den Bun­des­kanz­ler, son­dern eine gro­ße Zahl von Akteu­rin­nen und Akteu­ren. Gera­de weil ich Mit­glied einer Par­tei bin, die in Ber­lin regiert, neh­me ich mir die Frei­heit, die­se Kri­tik zu äußern. Wir soll­ten das in Solin­gen bes­ser machen. Sonst ver­lie­ren die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger das Ver­trau­en in unse­ren Staat und unse­re Demo­kra­tie“, sagt der CDU-Poli­ti­ker abschließend.

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Ansgar Lange

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