Antrag zu TOP 28 der Rats­sit­zung vom 01.10.2026: Reso­lu­ti­on gegen poli­tisch moti­vier­te Gewalt in jeg­li­cher Form und Bekennt­nis zum fried­li­chen Zusam­men­le­ben in der Klingenstadt

Sehr geehr­ter Herr Ober­bür­ger­meis­ter Flemm,

sehr geehr­te Damen und Herren,

die Frak­tio­nen von CDU, SPD, BÜNDNIS90/DIE GRÜ­NEN, SG zukunft. und BfS bit­ten Sie dar­um, die­sen Antrag unter TOP 28 in die Tages­ord­nung der Rats­sit­zung vom 01.10.2026 auf­zu­neh­men und zur Abstim­mung zu stellen:

Der Rat der Stadt Solin­gen ver­ur­teilt Gewalt als Mit­tel der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung auf das Schärfs­te und lehnt jeg­li­che Form von Hass, Het­ze und Dis­kri­mi­nie­rung gegen Men­schen auf­grund ihrer poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen, ihrer Her­kunft, Haut­far­be, Reli­gi­on, sexu­el­len Ori­en­tie­rung oder sons­ti­ger Merk­ma­le ab. Hass, Het­ze und Des­in­for­ma­ti­on sind der Nähr­bo­den für poli­tisch moti­vier­te Straftaten.

In Solin­gen ist es offen­kun­dig bei dem fei­gen Anschlag auf eine Grä­f­ra­ther Gast­stät­te zu einer sol­chen poli­tisch moti­vier­ten Straf­tat gekom­men. Wir haben vol­les Ver­trau­en in die vor­ur­teils­lo­se Arbeit der Poli­zei und erwar­ten eine lücken­lo­se Auf­klä­rung die­ser Tat durch den Staats­schutz. Die Ver­ant­wort­li­chen wer­den hof­fent­lich schnell gefasst und zur Rechen­schaft gezo­gen. Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che gegen die Betrei­ber von Gast­stät­ten, aber auch gegen poli­ti­sche Man­dats­trä­ger oder Men­schen mit ande­ren Mei­nun­gen haben in unse­rer Stadt kei­nen Platz.

Als Kräf­te der demo­kra­ti­schen Mit­te wen­den wir uns aber auch gegen eine ein­sei­ti­ge Instru­men­ta­li­sie­rung sol­cher Ereig­nis­se durch poli­ti­sche Extremisten.

Wir wer­den die­ser Bedro­hung für die frei­heit­lich-demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung und das fried­li­che Zusam­men­le­ben aller Solin­ge­rin­nen und Solin­ger ent­schlos­sen ent­ge­gen­tre­ten und die Wer­te unse­res Grund­ge­set­zes ver­tei­di­gen. Jeder, der zur Gewalt als Mit­tel der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung auf­ruft oder die­se durch hass­erfüll­te und het­ze­ri­sche Dar­stel­lun­gen begüns­tigt, ver­lässt den demo­kra­ti­schen Grund­kon­sens unse­res Staates.

Unter­schied­li­che poli­ti­sche Ansich­ten kön­nen durch Wor­te und Argu­men­te aus­ge­tauscht wer­den. Stei­ne, Far­be, Fäus­te oder Het­ze sind kein legi­ti­mes Mit­tel, um poli­ti­sche Kon­flik­te auszutragen.

Begrün­dung

Die Begrün­dung erfolgt münd­lich in der Sitzung.

 

Mit freund­li­chen Grüßen

 

gez.

Cars­ten Voigt

CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

 

gez.

Ernst Lau­ter­jung

SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

 

gez.

Leon Kröck

Maja Alys­sa Wehrmann

Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

 

gez.

Jan Hött­ges

Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der SG zukunft.

 

gez.

Jan Micha­el Lange

BfS-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

Ansprechpartner

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Ansgar Lange

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