„Erst vor wenigen Wochen kam es in Berlin am Rande des Christopher Street Days zu einem islamistisch motivierten Attentat. Vor zwei Jahren, am 23. August 2024, wurde das Festival der Vielfalt zum 650-jährigen Jubiläum unserer Heimatstadt zum Ziel eines solchen Angriffs. Der Täter ermordete drei Menschen und verletzte acht weitere – von den langwierigen psychischen Folgen ganz zu schweigen. Die Schrift auf der Gedenktafel, die am damaligen Ort des Geschehens, dem Fronhof, errichtet wurde, fasst unsere Empfindungen gut zusammen: ‚Alles ändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.‘ Wenn wir am zweiten Jahrestag des Fronhof-Attentats zusammenkommen, werden viele an diese Zeilen denken“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Voigt.
„Auch wenn manchen das Gedenken schwerfällt oder einige aus Selbstschutz nicht mehr an die damaligen Gräueltaten denken möchten: Es ist richtig, dass wir als Stadtgesellschaft am 23. August zusammenkommen. Der Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche, eine Dialogveranstaltung in der Stadtkirche und das Gedenken um den Tatzeitpunkt bilden einen würdigen Rahmen für Trauer, Erinnerung, Tränen, aber auch Trost. Wir sind dankbar, dass die evangelische und katholische Kirche in Solingen einen liturgischen Rahmen für das Gedenken schaffen. Es ist gut, dass unser Oberbürgermeister Daniel Flemm (CDU) und Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zu denen sprechen wollen, die am Sonntag zusammenkommen, um gemeinsam zu gedenken, zu trauern und Kraft für die Zukunft zu schöpfen“, so Voigt.
„Mit besonderer Dankbarkeit denken wir an diejenigen, die vor zwei Jahren Ruhe und Besonnenheit bewahrt und den Menschen beigestanden haben – ob als Rettungskräfte, medizinisches Personal, als Seelsorger oder auch als Freunde und Nachbarn. Das Attentat hat unsere Stadt geprägt. Doch der Täter hat sein Ziel nicht erreicht. Unsere Art zu leben, zu feiern und zusammenzukommen lassen wir uns nicht von den Feinden dieser Freiheit zerstören. Absolute Sicherheit wird es nicht geben. Aber wir werden zusammen – Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik – alles dafür tun, dass unsere Stadt sicher, weltoffen und friedlich bleibt. Wir werden uns nicht abschotten und verzagen – das sind wir auch den Opfern des 23. August 2024 schuldig, an die wir heute denken und für die wir beten“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende.