CDU-Frak­ti­on begrüßt Pro­gramm für Auf­schwung und Beschäf­ti­gung – Ste­phan Alde­jo­hann: „Es muss aber noch mehr Fleisch an den Knochen“

Die Regie­rungs­ko­ali­ti­on aus Uni­on und SPD hat sich auf 34 Maß­nah­men für einen Auf­schwung und mehr Beschäf­ti­gung in Deutsch­land ver­stän­digt. Ste­phan Alde­jo­hann, wirt­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher der Solin­ger CDU-Frak­ti­on, sieht in dem Pro­gramm einen ers­ten posi­ti­ven Schritt für die Wirt­schaft. Damit die Ideen aber auch in der Pra­xis ihre Wir­kung ent­fal­ten, müs­se noch mehr „Fleisch an den Knochen“:

„In dem zwölf­sei­ti­gen Papier sind eini­ge Punk­te ent­hal­ten, die aus Sicht der Solin­ger Wirt­schaft posi­tiv zu bewer­ten sind. Dies betrifft unter ande­rem die Pas­sa­gen zum Arbeits­markt. Um einen zügi­gen Wech­sel von einem Job in den nächs­ten attrak­ti­ver zu machen, sol­len Abfin­dungs­zah­lun­gen steu­er­lich pri­vi­le­giert wer­den, wenn die Betref­fen­den zügig eine neue Erwerbs­tä­tig­keit auf­neh­men. Auch die geplan­te Mög­lich­keit einer län­ge­ren Befris­tung von Arbeits­ver­hält­nis­sen ist grund­sätz­lich rich­tig, da sie zu mehr Fle­xi­bi­li­tät auf dem Arbeits­markt sor­gen kann. Natür­lich kön­nen befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis­se auch Nach­tei­le haben, doch zur­zeit wer­den zu wenig neue Stel­len geschaf­fen. Aber wir benö­ti­gen hier mehr Fle­xi­bi­li­tät bei Neu­ein­stel­lun­gen, da sonst mög­li­cher­wei­se aus Vor­sicht gar kei­ne Inves­ti­tio­nen getä­tigt und neue Stel­len geschaf­fen werden.“

„Alle kla­gen über ein Über­maß an Büro­kra­tie. Doch pas­siert ist wenig. Im Gegen­teil: Vie­le Unter­neh­men haben den Ein­druck, dass immer mehr Zeit für das Aus­fül­len von For­mu­la­ren drauf geht als für die eigent­li­che Wert­schöp­fung. Dass die Regie­rungs­ko­ali­ti­on das The­ma Büro­kra­tie­ab­bau anpackt, ist rich­tig. Die geplan­te Abschaf­fung von Berichts- und Doku­men­ta­ti­ons­pflich­ten ist posi­tiv. Für eine künf­ti­ge Gesetz­ge­bung soll eine ‚Berichts­pflich­ten-Brem­se‘ ein­ge­führt wer­den. Alle neu­en Berichts­pflich­ten sol­len grund­sätz­lich ver­mie­den wer­den. Fazit: Das liest sich erst mal alles recht gut. Wir wer­den uns in Zukunft bei unse­ren Solin­ger Unter­neh­men umhö­ren, ob die Ände­run­gen auch vor Ort ankom­men und zu einer ech­ten Ent­las­tung füh­ren“, so Aldejohann.

„Wie gesagt: Das Pro­gramm für Auf­schwung und Beschäf­ti­gung ist ein ers­ter Schritt. Meh­re­re wei­te­re müs­sen fol­gen. Auf Sei­te 5 ist zum Bei­spiel von einer Stär­kung der Zukunfts­tech­no­lo­gien die Rede. Hier wer­den dann auch eini­ge die­ser Zukunfts­bran­chen auf­ge­lis­tet. Aber auch hier soll­te mehr Fleisch an den Kno­chen. Wie soll die Stär­kung der Zukunfts­tech­no­lo­gien KON­KRET aus­se­hen? Absichts­er­klä­run­gen allein brin­gen uns nicht wei­ter. Wir brau­chen auch kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen“, betont der CDU-Politiker.

„‘Wirt­schaft ist zu 50 Pro­zent Psy­cho­lo­gie‘: Das wuss­te schon der Vater des bun­des­deut­schen Wirt­schafts­wun­ders, der frü­he­rer CDU-Wirt­schafts­mi­nis­ter und Bun­des­kanz­ler Lud­wig Erhard. Daher benö­ti­gen wir jetzt eine posi­ti­ve Auf­bruch­stim­mung. Das von Uni­on und SPD vor­ge­leg­te Papier zeigt, dass die Regie­rung noch hand­lungs­fä­hig ist und sich auf Gemein­sam­kei­ten eini­gen kann. Jetzt muss es an die wei­te­re Kon­kre­ti­sie­rung gehen. Wel­che wei­te­ren Anrei­ze für mehr Beschäf­ti­gung sol­len gesetzt wer­den – und zwar für bestehen­de Unter­neh­men und für Unter­neh­men, die sich aktu­ell im Auf­bau befin­den? An die­ser Dis­kus­si­on soll­ten wir uns alle betei­li­gen. Vom Spiel­feld­rand zu meckern ist immer ein­fa­cher, als Leis­tung auf dem Platz zu brin­gen. Aber nur die Leis­tung auf dem Platz sorgt für mehr Auf­schwung und Arbeits­plät­ze“, sagt Aldejohann.

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Bild von Ansgar Lange

Ansgar Lange

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