Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde vor kurzem die Szenarienstudie zum Theater und Konzerthaus vorgestellt. Am 29. Juni fand eine Sondersitzung von vier Fachausschüssen und der Bezirksvertretung Mitte zu dem Thema statt. Die Politik hat nun über die Sommerpause die Möglichkeit, sich intensiv mit den Varianten auseinanderzusetzen, die die Szenarienstudie favorisiert. Gründlichkeit gehe hier vor Schnelligkeit, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Carsten Voigt:
„Die entsprechenden Dokumente sind unter dem Vorgang 1353/2026 in das Ratsportal der Stadt Solingen eingestellt worden. Diese umfangreichen Vorlagen werden wir jetzt intensiv in der CDU-Fraktion beraten. Genauso verfahren auch die Kolleginnen und Kollegen der übrigen politischen Parteien im Rat. Das braucht seine Zeit. Doch schon jetzt gilt unser Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rathaus und den beauftragten Facharchitekten, die in kurzer Zeit die entsprechenden Unterlagen für die weitere Beratung zusammengestellt haben. Das ist eine sportliche Leistung, die Anerkennung verdient.“
„Wir haben uns in unserer Fraktion darauf verständigt, dass nun Gründlichkeit vor Schnelligkeit geht. Wir werden uns daher mit vorschnellen Kommentierungen und anderen Wasserstandsmeldungen zurückhalten. Wir nehmen zur Kenntnis, dass von den ursprünglich fünf Vorschlägen nach Ansicht der Fachleute nicht alle in die engere Wahl gezogen werden sollten. Oberbürgermeister Daniel Flemm hat zurecht betont, dass es ihm wichtig sei, die Solinger Kulturlandschaft fit für die nächsten 50 Jahre zu machen. Diese Haltung teilt die CDU-Fraktion ausdrücklich. Dies bedeutet, dass wir Entscheidungen von sehr weitgehender Bedeutung zu treffen haben. Es ist richtig, das Thema von der Tagesordnung der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause zu nehmen, sich Zeit für intensive Beratungen zu nehmen und dann im Herbst zu hoffentlich guten und zukunftsweisenden Entscheidungen zu kommen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.
„Am Ende entscheiden die gewählten Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker. Das ist richtig. Aber wir treffen diese Entscheidung nicht im luftleeren Raum und werden daher in den nächsten Wochen auch in einen intensiven Austausch mit dem Verwaltungsvorstand gehen – insbesondere mit dem Oberbürgermeister, der Kulturdezernentin und dem Kämmerer. Am Ende müssen viele Aspekte abgewogen werden: der Erhalt unserer Solinger Kulturlandschaft, die klammen Kassen der Klingenstadt, die Querverbindungen bei der Innenstadtgestaltung und so weiter. Um dieses ‚dicke Brett‘ erfolgreich zu bohren, brauchen wir einen klaren Kopf und eine kluge Strategie. Das schüttelt man nicht mal eben aus dem Handgelenk. Wir orientieren uns nicht an Stimmungen oder Posts in den sozialen Medien, sondern nehmen uns die nötige Zeit, um auf der Basis von Fakten zu einer seriösen Entscheidung zu kommen, die dieser Dimension und Größenordnung gerecht wird“, sagt der CDU-Politiker.