Wis­sen­schaft­li­che Stu­die: Gewalt an Schu­len steigt – CDU-Frak­ti­on will das The­ma Mob­bing­prä­ven­ti­on nach der Som­mer­pau­se zum The­ma machen

Im April die­ses Jah­res hat die Solin­ger CDU-Frak­ti­on eine Anfra­ge zum The­ma „Kon­flikt­fä­hig­keit und Mob­bing­prä­ven­ti­on in Kitas und Schu­len“ gestellt. Eine Ant­wort der Ver­wal­tung dazu steht noch aus. Das Ber­li­ner Kon­flikt- und Gewalt­ba­ro­me­ter, das Anfang die­ser Woche von der zustän­di­gen Bil­dungs­se­na­to­rin Katha­ri­na Gün­ther-Wünsch (CDU) vor­ge­stellt wur­de, belegt: Gewalt und Kon­flik­te wer­den an den Schu­len der Haupt­stadt als gro­ßes oder sehr gro­ßes Pro­blem wahrgenommen:

„Die neue Ber­li­ner Stu­die ist ein Weck­ruf. Mehr als die Hälf­te der Leh­re­rin­nen und Leh­rer in Ber­lin berich­ten von Gewalt und Aus­gren­zung an ihren Schu­len. Ein Vier­tel der befrag­ten Schü­ler gibt an, geschla­gen oder getre­ten wor­den zu sein. Die Bil­dungs­se­na­to­rin hat die Ergeb­nis­se der Ergeb­nis­se zurecht als ein deut­li­ches Warn­si­gnal bezeich­net. Beson­ders Besorg­nis erre­gend sei die Ent­wick­lung an den Grund­schu­len. Schon Grund­schul­kin­der wür­den wegen Klei­nig­kei­ten regel­recht ‚explo­die­ren‘. Kon­flik­te wür­den deut­lich schnel­ler als frü­her eska­lie­ren“, sagt die schul­po­li­ti­sche Spre­che­rin Simo­ne Lam­mert (CDU).

„Jetzt kann man die Ergeb­nis­se aus Ber­lin sicher nicht eins zu eins auf die Situa­ti­on in Solin­gen über­tra­gen. Aber dass wir es hier mit einem Phä­no­men zu tun haben, dass in ganz Deutsch­land zu beob­ach­ten ist, wird wohl nie­mand bestrei­ten. Aus die­sem Grund ist ins­be­son­de­re die Schul­so­zi­al­ar­beit so wich­tig. Schul­so­zi­al­ar­bei­ter leis­ten viel im Rah­men von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men, Kri­sen­in­ter­ven­ti­on, sys­te­mi­schen Bera­tun­gen, Ein­zel­fall­be­ra­tung, Grup­pen­an­ge­bo­ten und so wei­ter. Dass wir hier in Solin­gen nicht noch mehr machen kön­nen, liegt nicht an uns, son­dern an einer immer noch unzu­rei­chen­den För­de­rung durch das Land“, so Simo­ne Lammert.

„Die Ber­li­ner Stu­die zeigt auch, wie wich­tig es ist, dass wir uns in den zustän­di­gen Gre­mi­en zum Bei­spiel mit Mob­bing­prä­ven­ti­on und Umgang mit Kon­flik­ten aus­ein­an­der­set­zen. Aus die­sem Grund haben wir für die Sit­zun­gen des Schul­aus­schus­ses und des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses im April eine umfäng­li­che Anfra­ge gestellt. Eine Beant­wor­tung ist uns jetzt für die Zeit nach der Som­mer­pau­se zuge­sagt wor­den. Gesprä­che mit Ver­tre­tern der Solin­ger Eltern­schaft, der Leh­rer und Sozi­al­ar­bei­ter bestä­ti­gen, das man­geln­de Kon­flikt­fä­hig­keit, nied­ri­ge Tole­ranz­schwel­len und zuneh­men­des Mob­bing lei­der zum All­tag in Kitas und Schu­len gehö­ren. Daher wer­den wir uns dafür ein­set­zen, dass das The­ma nach den Som­mer­fe­ri­en in den Fach­aus­schüs­sen inten­siv bera­ten wird, damit wir gemein­sam zu Lösun­gen kom­men“, ergänzt CDU-Rats­mit­glied Ilka Rie­ge, eine der Initia­to­rin­nen der Anfrage.

 

Zum Hin­ter­grund:

https://cdusg.de/anfrage-zur-sitzung-des-asw-am-21–04-2026-und-zur-sitzung-des-jha-am-28–04-2026-konfliktfaehigkeit-und-mobbingpraevention-in-kitas-und-schulen

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Ansgar Lange

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