Min­dest­ta­rif für Miet­wa­gen soll erneut und ergeb­nis­of­fen bera­ten werden

CDU-Frak­ti­ons­chef Cars­ten Voigt: „Sach­lich­keit geht vor Schnelligkeit“

Die Ein­füh­rung eines Min­dest­ta­rifs für Miet­wa­gen hat in den ver­gan­ge­nen Tagen in der Klin­gen­stadt zu inten­si­ven Dis­kus­sio­nen geführt. CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Cars­ten Voigt plä­diert nun für eine Rück­kehr zu einer sach­li­chen Debat­te und betont das gemein­sa­me Inter­es­se an einer trag­fä­hi­gen Lösung.

„Die jüngst ver­öf­fent­lich­te All­ge­mein­ver­fü­gung der Ver­wal­tung hat zu deut­li­chen Reak­tio­nen geführt – das ist nach­voll­zieh­bar, denn das The­ma berührt vie­le Betei­lig­te unmit­tel­bar“, erklärt Voigt. „Wir als CDU-Frak­ti­on haben uns bewusst mit öffent­li­chen Stel­lung­nah­men zurück­ge­hal­ten, weil wir über­zeugt sind, dass in die­ser Fra­ge Gründ­lich­keit und Sach­lich­keit wich­ti­ger sind als schnel­le Positionierungen.“

In der jüngs­ten Frak­ti­ons­sit­zung ließ sich die CDU den aktu­el­len Sach­stand durch den zustän­di­gen Bei­geord­ne­ten detail­liert erläu­tern. Dabei wur­de deut­lich: Ver­wal­tung, Ober­bür­ger­meis­ter und CDU sind sich einig, das The­ma im poli­ti­schen Raum erneut auf­zu­grei­fen und offen zu dis­ku­tie­ren. „Die Ver­wal­tung hat bereits Anfang Juli im Haupt­aus­schuss über die geplan­te Ver­fü­gung berich­tet, was all­seits bei der ers­ten Kennt­nis­nah­me nicht zu einer Debat­te führ­te – völ­lig über­ra­schend kommt das The­ma für die Poli­tik also nicht“, so Voigt.

Gleich­zei­tig ver­weist er dar­auf, dass eine umfas­sen­de und sach­lich fun­dier­te Bera­tung auch zur ver­bes­ser­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on not­wen­dig sei: „Es ist erkenn­bar, dass wir eine aus­ge­wo­ge­ne Dis­kus­si­on brau­chen, an deren Ende alle Optio­nen ste­hen könn­ten – vom Ver­zicht über eine Modi­fi­ka­ti­on bis hin zur Bestä­ti­gung der Ver­fü­gung. Das Ver­fah­ren muss tat­säch­lich künf­tig bes­ser struk­tu­riert und trans­pa­ren­ter gestal­tet werden.“

Die CDU-Frak­ti­on habe die Dis­kus­si­on auf­ge­nom­men und bereits ers­te Abwä­gun­gen vor­ge­nom­men. „Din­ge sind sel­ten schwarz oder weiß. Wir müs­sen Argu­men­te sorg­fäl­tig gegen­ein­an­der­stel­len“, betont Voigt. Des­halb führt er der­zeit inten­si­ve Gesprä­che mit den betei­lig­ten Akteu­ren aus dem Mobi­li­täts­sek­tor und deren unter­schied­li­chen Mei­nungs­bil­dern. „Wich­tig ist, dass wir nicht nur Auf­re­gung erzeu­gen, son­dern am Ende zu einer guten und trag­fä­hi­gen Lösung für alle Betei­lig­ten kommen.“

Im Haupt- und Per­so­nal­aus­schuss am 16. Dezem­ber soll der Min­dest­ta­rif erneut bera­ten wer­den. Grund­la­ge sei der § 51a PBefG, der Min­dest­be­för­de­rungs­ent­gel­te zum Schutz öffent­li­cher Ver­kehrs­in­ter­es­sen ermög­licht. „Die­se Rege­lung wird bun­des­weit teils kri­tisch gese­hen. Ent­schei­dend ist, dass nach­voll­zieh­bar begrün­det wird, egal was wir am Ende entscheiden.“

Gleich­zei­tig betont Voigt die juris­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen: „Wir bewe­gen uns recht­lich auf einem noch wenig erprob­ten Ter­rain. Ob loka­le Ein­zel­lö­sun­gen am Ende sinn­voll sind, muss auch die Solin­ger Poli­tik ver­ant­wor­tungs­voll bewerten.“

Sein Fazit: „Bis zur Sit­zung im Dezem­ber wer­den wir den Aus­tausch wei­ter inten­si­vie­ren, um auf einer soli­den, fak­ten­ba­sier­ten Grund­la­ge zu sach­ge­rech­ten Ent­schei­dun­gen zu kommen.

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Ansgar Lange

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