CDU-Ratsherr Marc Westkämper: Außerordentlicher Gerichtstag sollte künftig auch in Solingen stattfinden – Rechtssuchenden muss die Anreise erleichtert werden
Nach den Plänen von NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) wird der Standort des Solinger Arbeitsgerichts aufgegeben. CDU-Ratsmitglied Marc Westkämper bedauert die Entscheidung, fordert aber, dass in Zukunft zumindest auswärtige Gerichtstage in der Klingenstadt abgehalten werden müssen:
„In unserer gestrigen Kreisvorstandssitzung der CDU Solingen hat unser Landtagsabgeordneter Sebastian Haug die Mitglieder dieses Gremiums über die Pläne von Herrn Limbach informiert. Die Würfel sind gefallen. Es erscheint nicht realistisch, dass der Standort Solingen wieder von der Streichliste verschwindet. Daher sollten wir bei den Bürgern auch keine falschen Erwartungen wecken, sondern uns auf das Machbare konzentrieren. Unsere Forderung gestern war ganz klar: In Zukunft müssen auswärtige Gerichtstage des Arbeitsgerichts bei uns möglich sein. Aus meiner fachlichen Sicht als Anwalt halte ich dies für möglich. Ein auswärtiger Gerichtstag in Solingen würde den Rechtssuchenden hier vor Ort die Anreise erleichtern und die Teilnahme an Verhandlungen ermöglichen.“
„Natürlich hat uns die Nachricht über die bevorstehende Schließung des Solinger Standorts nicht erfreut. Doch die Solinger Arbeitsgerichtsdirektorin hatte ja auch vor einiger Zeit erklärt, dass dieser Schritt wohl unvermeidlich sei, wenn man sich zukunftsfähig aufstellen wolle. Das Argument des Landtagsabgeordneten Josef Neumann (SPD), dass mit der Schließung eine Schwächung unserer Innenstadt verbunden sei, weil dann hier Arbeitsplätze wegfielen, wird nicht überzeugen. Denn mit der Schließung der Hälfte der Standorte will man ja die Effizienz und Verlässlichkeit der Gerichte erhöhen. Aus arbeitsrechtlicher Sicht ist entscheidend, dass der Zugang zum Arbeitsgericht für alle ermöglicht wird. Das Instrument eines auswärtigen Gerichtstags in Solingen kann dies gewährleisten“, so Westkämper.