Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Dr. Johann Wade­phul MdB zu Gast in Solin­gen: 165 Gäs­te im Aus­tausch über Deutsch­lands Rol­le in der Welt

Ein Abend im Zei­chen der Außen- und Sicher­heits­po­li­tik: Ges­tern durf­ten wir Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Dr. Johann Wade­phul MdB im MAKU-Restau­rant in der Prin­zen­stra­ße begrü­ßen. 165 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer folg­ten der Ein­la­dung und dis­ku­tier­ten über die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für Deutsch­land, Euro­pa und die inter­na­tio­na­le Ordnung.

Zu Beginn begrüß­te Sebas­ti­an Haug MdL die Gäs­te und ord­ne­te die aktu­el­len welt­po­li­ti­schen Ent­wick­lun­gen ein. Dabei sprach er über die Fol­gen des rus­si­schen Angriffs­krie­ges gegen die Ukrai­ne, die Ent­wick­lun­gen im Nahen Osten und die zuneh­men­den inter­na­tio­na­len Spannungen.

Anschlie­ßend ergriff Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter Dr. Johann Wade­phul MdB das Wort und beton­te zunächst die beson­de­re Rol­le von Volks­par­tei­en für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt. Die CDU ste­he mit ihren unter­schied­li­chen Wur­zeln für ein gemein­sa­mes Ange­bot an die Gesell­schaft: Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und gemein­sam an Lösun­gen zu arbeiten.

Im Mit­tel­punkt sei­ner Rede stan­den die gro­ßen außen­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. Deutsch­land und Euro­pa sei­en auf sta­bi­le Han­dels­we­ge, inter­na­tio­na­le Part­ner­schaf­ten und frei­en Han­del ange­wie­sen. Wade­phul unter­strich, dass Deutsch­land wei­ter­hin für offe­ne Märk­te und Frei­han­dels­ab­kom­men ein­tre­te und sei­ne Inter­es­sen in der Außen­po­li­tik klar ver­tre­ten müsse.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt bil­de­te die Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik. Deutsch­land müs­se mehr Ver­ant­wor­tung für die eige­ne Sicher­heit über­neh­men. Dabei gehe es nicht nur um neue Aus­rüs­tung, son­dern vor allem Per­so­nal. Die Bun­des­wehr ste­he vor einem not­wen­di­gen Wan­del – ver­bun­den mit der Fra­ge, wel­chen Bei­trag jeder Ein­zel­ne für die Sicher­heit des Lan­des leis­ten könne.

Zum Krieg in der Ukrai­ne mach­te Wade­phul deut­lich: „Deutsch­land steht fest an der Sei­te der Ukrai­ne.“ Wenn zuge­las­sen wer­de, dass der Stär­ke­re sein Recht mit Gewalt durch­setzt, gefähr­de dies die gesam­te inter­na­tio­na­le Ord­nung. Gleich­zei­tig beton­te er, dass der Kon­flikt lang­fris­tig nur durch Ver­hand­lun­gen gelöst wer­den könn­ten. Glei­ches gilt auch für die Lage im Nahen Osten und die Rol­le des Irans. Wade­phul bekräf­tig­te die kon­se­quen­te Hal­tung Deutsch­lands gegen­über desta­bi­li­sie­ren­den Akti­vi­tä­ten in der Regi­on und die Bedeu­tung der Sicher­heit Israels.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt war Euro­pa. Wade­phul erin­ner­te dar­an, dass die CDU seit Kon­rad Ade­nau­er für die euro­päi­sche Eini­gung und die west­li­che Ori­en­tie­rung Deutsch­lands ste­he. Die Euro­päi­sche Uni­on sei die ent­schei­den­de Ant­wort auf die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft – für Frei­heit, Demo­kra­tie, Sicher­heit und Wohlstand.

Zum Abschluss stell­te sich der Minis­ter gemein­sam mit Jür­gen Hardt MdB und Sebas­ti­an Haug MdL der Dis­kus­si­on mit den Gäs­ten. The­men waren unter ande­rem die Ent­wick­lun­gen in Polen und Frank­reich, die Bedeu­tung des Wei­ma­rer Drei­ecks sowie die Zukunft euro­päi­scher Part­ner­schaf­ten. Dabei wur­de deut­lich, dass Euro­pa neue inter­na­tio­na­le Koope­ra­tio­nen aus­bau­en muss – etwa mit Part­nern wie Bra­si­li­en, Indi­en oder Süd­afri­ka in Berei­chen wie Digi­ta­li­sie­rung, erneu­er­ba­ren Ener­gien und Rohstoffsicherheit.

Der Abend an der Prin­zen­stra­ße mach­te deut­lich: Außen­po­li­tik betrifft uns alle. Der direk­te Aus­tausch mit poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern schafft Ver­ständ­nis für die Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit und zeigt, wie wich­tig gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung für die Zukunft Deutsch­lands und Euro­pas ist.

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Bild von Sebastian Haug

Sebastian Haug

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