Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Aufenthaltsqualität am 27.04.2026:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Flemm,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Gedig,
sehr geehrte Damen und Herren,
die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Solingen bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses für Sicherheit, Bevölkerungsschutz und Aufenthaltsqualität am 27.04.2026 zu setzen und zu beantworten:
- Welche konkreten Inhalte hat der interkommunale Kooperationsvertrag der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo)? Was sind der Zweck und die Aufgaben von GeKo?
- Wie sieht die interne Struktur von GeKo aus? Wie wird die gemeinsame Arbeit organisiert?
- Wie wird die GeKo finanziert? Gibt es Fördermittel?
- Wie lang soll die gemeinsame Vereinbarung dauern? Gibt es Kündigungsmöglichkeiten?
- In welcher Form wird die Arbeit von GeKo evaluiert?
- Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der GeKo und der bereits im Jahr 2020 ins Leben gerufenen „Sicherheitskooperation Ruhr zur Bekämpfung der Clankriminalität“ (SiKo Ruhr) hinsichtlich Struktur, Aufgaben und Kompetenzen?
Begründung:
Die Gründung der Gemeinsamen Koordinierungsstelle Rhein-Wupper (GeKo) ist ein für die Region sehr wichtiger Schritt zur Prävention und Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Sozialleistungsmissbrauch. Wenn wir unseren Sozialstaat erhalten wollen, ist es wichtig, seine Ausnutzung durch kriminelle und organisierte Banden zu stoppen. GeKo wird mit einer ämter- und behördenübergreifenden Zusammenarbeit dabei helfen, Sozialbetrug auch in Solingen effektiv zu bekämpfen.
Wertvoll sind hierbei aus unserer Sicht insbesondere die Synergieeffekte dieses Zusammenschlusses der Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid, Leverkusen und Langenfeld. Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass organisierten Kriminalitätsstrukturen nur im Rahmen einer Vernetzung der Behörden untereinander, der Sammlung und des Austausches von Informationen und einer daran orientierten Schwerpunktsetzung effektiv begegnet werden kann. Die Gemeinsame Koordinierungsstelle Rhein-Wupper ermöglicht die Bündelung unterschiedlicher Fach- und Handlungskompetenzen in einer sachgerechten Struktur – so zumindest die Erwartungshaltung.
Mit der Koordinierungsstelle soll ein deutliches Zeichen gesetzt werden für die Sicherheit der Menschen im bergischen Städtedreieck und im rheinisch-bergischen Kreis sowie für den Schutz der Rechtsordnung. Dies ist besonders wichtig in Zeiten zunehmender nationaler und internationaler Vernetzung, die gerade auch von kriminellen Strukturen extensiv genutzt wird. Das Ruhrgebiet hat sehr positive Erfahrungen mit der dort im Juni 2020 eingerichteten ‚Sicherheitskooperation Ruhr zur Bekämpfung der Clankriminalität‘ gemacht, die sich zu einer zentralen Informationsdrehscheibe zur behördenübergreifenden Bekämpfung entsprechender Kriminalitätsstrukturen entwickelt hat. Durch die Einrichtung der neuen Kooperationsstelle GeKo Rhein-Wupper ist eine ebensolche positive Entwicklung der Kriminalitätsprävention und ‑bekämpfung nun auch für unsere Region zu erwarten.
Auch die Klingenstadt kann nicht länger zusehen, wenn unsere Leistungssysteme missbraucht werden. Das gefährdet letztlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die kommunale Demokratie.
Wir würden es begrüßen, wenn die Stadtdienstleiterin Ordnungsangelegenheiten, Eva Stangenberg, uns die Arbeit von GeKo im zuständigen Fachausschuss vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen würde.
gez. Carsten Voigt
CDU-Fraktionsvorsitzender
gez. Nina Wacker
Sprecherin der CDU-Fraktion im ASBA