CDU-Frak­ti­ons­chef Cars­ten Voigt: „Wir müs­sen unse­re kri­ti­sche Infra­struk­tur bes­ser schützen“

Der Anschlag auf das Ber­li­ner Strom­netz hat gezeigt, wie anfäl­lig unse­re kri­ti­sche Infra­struk­tur ist. Rund 45.000 Haus­hal­te in der Haupt­stadt waren plötz­lich ohne Strom, Hei­zung und Licht. Der Schutz der kri­ti­schen Infra­struk­tur sei für die Kom­mu­nen über­le­bens­wich­tig, sagt der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Cars­ten Voigt:

„Unse­re Städ­te gewähr­leis­ten die Ver­sor­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Der Aus­fall von Ener­gie, Was­ser, Gesund­heits­ver­sor­gung oder IT kann für die Kom­mu­nen gra­vie­ren­de Fol­gen haben. Der Anschlag auf Tei­le des Ber­li­ner Strom­net­zes hat uns gezeigt, wie anfäl­lig die­se Infra­struk­tur ist und dass wir sie bes­ser schüt­zen müs­sen. Und er hat auch gezeigt, dass wir unse­re Augen nicht vor den Gefah­ren des Links­ter­ro­ris­mus ver­schlie­ßen dürfen.“

„Um ein Pro­blem zu lösen, muss man zunächst erken­nen, dass man über­haupt ein Pro­blem hat. In punc­to unse­rer Infra­struk­tur sind wir in den letz­ten Jahr­zehn­ten oft zu blau­äu­gig gewe­sen. Doch die Bedro­hungs­la­ge wächst ste­tig. Der NRW-Ver­fas­sungs­schutz warnt seit gerau­mer Zeit davor, dass Links­ter­ro­ris­ten in der Regel Zie­le angrei­fen, die bei mög­lichst gerin­gem Risi­ko größt­mög­li­chen Scha­den ver­spre­chen. Die­se Täter han­deln nicht aus idea­lis­ti­schen Moti­ven, son­dern gehen bewusst das Risi­ko ein, dass Men­schen ster­ben kön­nen – alte und schwa­che Per­so­nen sind beson­ders gefähr­det. Die­se Gefahr nicht schön­zu­re­den oder zu ver­nei­nen ist der eine Teil der Pro­blem­ana­ly­se“, so Voigt.

„Der ande­re Teil ist der bes­se­re Schutz unse­rer Infra­struk­tur. Unser Innen­mi­nis­ter Her­bert Reul (CDU) hat recht, wenn er als eine Kon­se­quenz aus dem Ber­li­ner Anschlag frei zugäng­li­che Infor­ma­tio­nen über Lei­tun­gen und Kabel­kno­ten­punk­te als Sicher­heits­ri­si­ko ein­stuft. Ange­sichts mög­li­cher Gefah­ren aus dem In- und Aus­land kön­nen wir uns hier kei­ne über­trie­be­ne Trans­pa­renz mehr leis­ten, die poten­zi­el­len Tätern das Han­deln erleich­tert“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Auch in der Klin­gen­stadt müs­se man die Sicher­heit und den Schutz der Infra­struk­tur immer wie­der kri­tisch auf den Prüf­stand stel­len und mög­lichst ver­bes­sern. Hier mehr Resi­li­enz her­zu­stel­len, sei eine gemein­sa­me Auf­ga­be von Ver­wal­tung, Poli­tik, Unter­neh­men und wei­te­ren Akteu­ren der Stadt­ge­sell­schaft. „Der Brand unter der Wup­per­brü­cke in Burg hat bei­spiel­haft gezeigt, wie schnell hun­der­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von der Ener­gie- und Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­sor­gung abge­schnit­ten sein kön­nen.  Wir dür­fen zu kei­nem Zeit­punkt tole­rie­ren, dass poli­tisch oder ideo­lo­gisch moti­vier­te Grup­pen unse­re kri­ti­sche Infra­struk­tur gefähr­den und vor­sätz­lich zer­stö­ren. Über alle poli­ti­schen Ebe­nen hin­weg ist es drin­gend gebo­ten, jetzt ent­schie­den zu han­deln und die kri­ti­sche Infra­struk­tur gegen alle For­men von Gefah­ren kon­se­quent zu schüt­zen. Das kann nicht allein Auf­ga­be der Stadt­wer­ke sein.“ Hier mehr Resi­li­enz her­zu­stel­len, sei eine gemein­sa­me Auf­ga­be von Ver­wal­tung, Poli­tik, Unter­neh­men und wei­te­ren Akteu­ren der Stadt­ge­sell­schaft, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende.

„Die letz­ten Tage haben auch in Solin­gen gezeigt, wie schon ein wenig Käl­te und Schnee unser gewohn­tes täg­li­ches Leben beein­träch­ti­gen kön­nen. Daher bedan­ke ich mich an die­ser Stel­le auch ganz herz­lich bei den Mit­ar­bei­ten­den der TBS und der Stadt­wer­ke, die in den letz­ten Tagen sicher­ge­stellt haben, dass wir alle gut und sicher ans Ziel gelan­gen kön­nen. Die Jungs vom Win­ter­dienst und die Bus­fah­re­rin­nen und Bus­fah­rer machen einen tol­len Job für uns alle“, so Voigt abschließend.

 

 

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Carsten Voigt

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