Am Sonntag, dem 18. November 1945, fand im damaligen Rheinischen Hof in die Gründungsversammlung der Christlich-Demokratischen Partei (CDP), Stadtkreis Solingen, statt. Der Saal war mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern restlos überfüllt.
Zum 1. Vorsitzenden wurde Franz Kremer, zum 2. Vorsitzenden Paul Schmeck gewählt.
Für die Frauen und Männer, die sich gerade einmal ein halbes Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zur Gründung einer neuen Partei zusammenfanden, spielten Karriereüberlegungen und Prestige keine Rolle. Sie waren beseelt von dem Willen, die entsetzlichen Abgründe von Krieg und Gewaltherrschaft in einer von den Luftangriffen besonders schwer getroffenen Stadt zu überwinden und ein neues freiheitliches und demokratisches Gemeinwesen zu schaffen.
“Für ihr großes Engagement in einer Zeit, in der es oftmals noch am Lebensnotwendigen fehlte, und für ihre politische und physische Aufbauarbeit gebührt den Gründervätern und ‑müttern unserer Partei unser Dank und unsere Bewunderung”, betont Sebastian Haug MdL, Kreisvorsitzender der CDU Solingen.
Auch wenn die Besucherzahlen bei Veranstaltungen heute nicht mehr an jene von 1945 heranreichen, bleibt die CDU Solingen auch 2025 eine starke, dynamische und politisch verantwortungsvolle Kraft in unserer Klingenstadt. Der Kreisverband kann heute auf eine politisch erfolgreiche Zeitspanne zurückblicken: Im Mai 2022 wurde der Kreisvorsitzende Sebastian Haug direkt in den Landtag NRW gewählt, bei der Bundestagswahl im Februar dieses Jahres konnte Jürgen Hardt den Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal II zum vierten Mal gewinnen und vertritt unsere Stadt nun bereits seit 16 Jahren in Berlin. Zudem stellt die CDU seit der Kommunalwahl im September mit Daniel Flemm den Oberbürgermeister und konnte 26 Mandate im Rat der Stadt erringen.
Solingen, die hier lebenden Menschen, wurden ganz besonders in den letzten Jahren von lokal nicht beeinflussbaren Ereignissen erschüttert: die Hochwasserkatastrophe 2021, die Folgen des Ukraine-Krieges, die schlimmen Resultate auch organisierter Kriminalität bis hin zu dem entsetzlichen islamistischen Terroranschlag am 23. August des vergangenen Jahres, der unsere Stadt bis ins Mark erschüttert hat.
Und auch wenn diese Erschütterungen und insbesondere das Leid der Betroffenen nie vergessen werden, blickt die Solinger Christdemokratie doch optimistisch in die Zukunft.
“Solingen hat enorme Potentiale – als Wirtschafts- und als Lebensstandort. Diese Potentiale wieder konsequent zur Geltung zu bringen und an einer besseren Zukunft für alle Solingerinnen und Solinger mitzuwirken, ist heute und morgen unsere Aufgabe als Volkspartei. Hierbei stehen wir in bester Tradition, wie der Blick auf den 18. November 1945 zeigt”, so Haug abschließend.